Wir freuen uns sehr besonders, dass uns die Stockhausen Stiftung ermöglicht unser im Jubiläumsjahr #2021 - 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland erfolgreich gestartetes Medien- und Begegnungsprogramm "Andere Lebenswelten kennenlernen - Fokus: junges jüdisches Leben in Berlin" nun bis 2024 mit weiteren Projekten an Berliner Schulen fortzusetzen. Dafür von Herzen einen großen Dank.

Vincentino e.V. setzte zwei Projektwochen an der Adolf-Reichwein-Schule (Förderschule in Neukölln mit drei 7.Klassen) und der Aziz-Nesin-Grundschule (Klasse 5a in Berlin-Kreuzberg) zum Thema „Andere Lebenswelten“ mit dem Fokus auf „Junges jüdisches Leben in Berlin“ um. 

Den meisten Berliner Schüler*innen ist die Lebenswelt von jungen Jüdinnen und Juden in Berlin nicht bekannt. Das ist sicher auch bei vielen Erwachsenen so. Damit sich das ändert, bieten wir unsere Projekte „Andere Lebenswelten kennenlernen“ an. In den zwei Projektwochen trafen sich junge jüdische Menschen mit Kindern und Jugendlichen in den beiden Berliner Schulen, um kreative und informative Workshops gemeinsam zu erleben. Am Beispiel der Biographie von Shlomit Tripp (türkische jüdische Familie), aber auch am Lebensweg von Illay Chester (israelische Musikerin mit Wurzeln u.a. in Libyen) und Shai Schiff (israelische Designerin aus der Nähe von Tel-Aviv), die alle seit Jahren in Berlin leben, erfahren die Kinder und Jugendlichen viel über die Lebenswege der jüdischen Beteiligten - durch die offenen Gespräche oft aber auch einige neue Dinge mehr über das Leben von Mitschüler*innen, z.B. über das Leben und die Kultur von deren Großeltern oder Eltern. Es wird in diesen Projekten sehr viel miteinander gesprochen und mit Respekt informiert und diskutiert.

Am ersten Tag in der Förderschule, sowie im Laufe der Projektwoche in der Aziz-Nesin Grundschule, wurden zur Freude aller Kinder und Jugendlichen zwei Stücke - „Die Koscher-Maschine“ und „Shlomos Chanukka-Wunderlampe“ - des jüdischen Puppentheaters „bubales“ von Shlomit Tripp aufgeführt. In den Theaterstücken wurde die Essenregeln und Feiertage der jüdischen Kultur thematisiert. 

Der praktische Schwerpunkt der Projektwoche in der ARS lag  auf dem Kochen in der großen Schulküche der Schule. Es wurde das leckere Challah Brot gebacken. Das Kochen und viele Aktionen hielten die Schüler*innen und Dozent*innen in Form von Fotos- und Filmaufnahmen fest. In beiden Schulen gestalteten die Schüler*innen digitale Beiträge mit Hilfe von Tablets und der App „Animated Text“ zu den Themen „Frieden“, „Freiheit“ und „Demokratie“. Dabei wurden prägnante Sätzen zu kleinen Videoclips animiert und die Beiträge zu einem Video zusammengefügt. In beiden Schulen wurde die Vornamen aller Beteiligten in hebräischer Schrift auf spielerische Weise geübt, was allen viel Spaß gemacht hat, ebenso das Falten eines Davidsterns mit Origami Technik (Aziz-Nesin Grundschule). Auf die Sterne konnten die Kinder ihre Wünsche schreiben. Alle Kinder konnten sich eigene Puppen bauen, die z.T., auch durch das jüdische Puppentheater inspiriert, für die Kurzfilme genutzt wurden. Ausschnitte dieser Aktivitäten, Interviews und dokumentarische Aufnahmen s.u..

 

 

Videos

Projektwoche zum jüdischen Leben in Berlin an der Aziz-Nesin-Grundschule in Kreuzberg

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