Im August starteten im Rahmen des Festjahrs #2021 - 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland (2021JLID) am Albrecht-Dürer-Gymnasium in Neukölln zwei neue Workshops. Mit jeweils zwei Gruppen aus den 5./6. Klassen gehern wir bis Januar 2022 gehen auf eine "Reise durch jüdische musikalische Lebenswelten“

Zum Auftakt sangen die Schüler*innen der 5./6. Klassen zusammen mit dem jüdischen Kantor, Sänger und Musiker Yoed Sorek, begleitet vom Akkordeon auf Jiddisch und Hebräisch. Yoed beantwortete viele Fragen zum Judentum und erzählte den Schüler*innen viel von sich und seinen jüdischen Lebenswelten. Yoed Sorek wurde 1980 in Israel geboren und lebt derzeit in Berlin. Zu seiner musikalischen Laufbahn inspirierte ihn vor allem seine Großmutter, wie er den Kids im Interview erzählte. In den folgenden Wochen studierten die Schüler*innen mit den Musiker*innen Evi Filippou, Illay Chester und Nitsan Bernstein den Song "Salaam" des israelischen Sängers und Gitarristen Mosch Ben-Ari ein und verarbeiten die digiatlen Aufnahmen multimedial mit der Unterstützung unserer Mediendozent*innen Rilana Kubassa und Matthias Schellenberger in Form von selbst erstellten Videos (Animated Text), Interviews uvm. Im Oktober besuchte die erste Gruppe im Martin Gropius Bau das Lokal Beba der jüdischen Köchin Shani Leidermann, mit der sie mit große Freude gemeinsam den klassischen Hefezopf Chala backten, den es Freitag immer zum Shabbat gibt.

Die zweite "Musik"-Gruppe reiste ab Oktober auch in den Kosmos jüdischer Musik. Dazu interviewten die Kids Nitsan Bernstein uns Illay Chester zu ihren Lebensläufen und übten ebenso an Perkussionsinstrumenten das hebräische Lied Salaam ein. Sie besuchten das Centrum Judaicum mit Silvia Cresti und steiften gemeinsam auf jüdischen Spuren zusammen mit Alex Green durch Mitte, vorbei am Jüdischen Gymnasium, vielen israelischen Cafés und Lokalen, am Anne Frank Museum, dem Museum, der früheren Werkstatt von Otto Weidtt, in der jüdische Blinde und Gehörlose Besen und Bürsten auch im Auftrag der Wehrmacht herstellten und an einigen Stolpersteinen. Der Spaziergang mit Alex machte den Schüler*innen Spass und nachdenklich. Sie hielten Ihre Eindrücke mit Unterstützung der Medienprofis digital fest und posten fleißig auf:  instagram.com/juedische_lebenswelten/

Mit zwei weiteren Gruppen aus der 7./8. Klassen am Albercht Dürer Gymnsium arbeiten wir journalistisch: „Recherchieren und journalistisches Schreiben zum jüdischen Leben“.  Zu Gast war an zwei Freitagen die junge engagierte Schriftstellerin und Journalistin Mirna Funk, die den Schüler*innen offen und direkt jede Frage beantwortete - über das Schreiben, sich selbst und jüdisches Leben in Berlin in 2021. Auf die Treffen waren die Jugendlichen gut vorbereitet und hatten sich vorab viele Fragen überlegt - etwa: „Wieviel Geld bekommt man eigentlich für ein Buch?“, „Wie findet man ein Thema?“ und „Welche Musik hörst du gern?“ und arbeiten mit Mirna ganz konkret daran, einen Text zu verfassebn.

Im Verlauf der Workshops besuchen die Schüler*innen auch das Jüdische Museum, durch das sie Alex Green führte  und erstellen zusammen mit dem Mediendozenten, Matthias Schellenberger und Rilana Kubassa, eigene Beiträge zu Fragen, wie: Welche journalistischen Aufgabenbereiche gibt es? Was bedeutet Journalismus in einer und für eine Demokratie? Worauf sollte man beim Recherchieren im Internet achten? Wie geht man kritisch mit Text- und Bildquellen um? Wie erstellt man eigene Posts für Blogs und Social Media?

Bericht unserer Schülerpraktikantin Leyla Yildirim: Besuch im Restaurant Beba im Projekt „Jüdische Lebenswelten in Berlin kennenlernen“

Heute, am 18.10.21, war ich mit einer Gruppe der 5/6. Klasse des Albrecht Dürer Gymnasium im Cafe Beba, welches sich im Martin Gropius Bau befindet. Wir waren dort mit der Geschäftsführerin Shani Leiderman verabredet um Challah zu backen. Challah ist ein jüdisches Zopfbrot welches am Shabbat und an Feiertagen einen sehr wichtigen Platz einnimmt. Das Restaurant ist nach Shanis Großmutter benannt und viele Speisen sind von ihr beeinflusst. Es hängt sogar ein riesiges Gemälde von Beba im Raum.

 

Die Pandemie macht bisher öffentlichen Projektpräsentationen ein Strich durch die Rechnung. Wir lassen uns jedoch nicht entmutigen, sondern planen eine Präsentation mit allen 12 Projekten aus mehreren Schulen im Rahmen von des Festjahrs #2021 - 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland (2021JLID) am Albrecht-Dürer-Gymnasium -  auf der Bühne oder als Ausstellung. Planungsdatum ist bnisher Freitag, der 25.2.22.

 

Videos

Song "Salaam" des israelischen Sängers/Gitarristen Mosch Ben-Ari
Interviews mit einigen Kids zum Thema „Frieden“
Interview-Part I mit dem Musiker und Kantor Yored Sorek
Interview-Part II mit Yored Sorek